Reportagen

Ein Ausgleich, den man sich erarbeiten muss


Unterrichtet Eutonie in Düsseldorf: Martina Kreß. Foto: ho

Entspannen ist gar nicht so einfach. Die warme Stimme von Martina Kreß hält meine Konzentration an der Hand. Führt sie langsam, sehr langsam, über meinen Körper. Doch zwischendurch reißen sich meine Gedanken immer wieder los, wollen sich mit den Dingen befassen, die mich während des Arbeitstages beschäftigt haben. Widerstrebend kehren sie zurück.Immerhin, eine erste Belohnung bekomme ich dafür, dass ich mich wieder zusammenreiße: Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit auf der Matte liege, löst sich der Schmerz, der mich heute den ganzen Tag immer wieder im Bereich der Lendenwirbelsäule gepiesackt hat. Und aus der körperlichen Passivität gleiten    > weiter

Eutonie: entspannt – bewegt – bewusst


Kleine Übung, große Wirkung: Indem der weiche Ball langsam über den Arm rollt, wird die eigene Haut, der eigene Körper erspürt. Foto: ho

UrsprungDie Eutonie hat ihre Wurzeln im westlichen Kulturraum. Den Übungsweg körperlicher Selbsterfahrung hat gerda Alexander (1908 – 1994) entwickelt und in Kopenhagen gelehrt. Grundlage ist das aufmerksame Spüren und bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers im Kontakt mit der Außenwelt.Das Wort Euronie kommt aus dem Griechischen: Eu = gut, Tonus = Spannung.Gerda Alexander(1908 – 1994), geboren in Wuppertal, kam schon früh mit den pädagogischen Ideen der Reformbewegung in Berührung. 1929 legte sie ihr Examen an der Hochschule für Musik in Berlin ab und ging 1933 nach Kopenhagen. Ihr großes pädagogisches Anliegen, ihre künstlerische Begabung    > weiter

Ganzheitlich ansetzen: Die medizinische Seite von Ayurveda


Petra Lötschert hat in Indien Ayurveda-Medizin studiert und praktiziert nun seit fast zehn Jahren als Vaidya in Düsseldorf. Foto: JB

Husch, husch! In fünf Minuten eine Diagnose gestellt, Tabletten verschrieben und dann  wieder nach Hause geschickt - so etwas gibt´s bei Petra Lötschert nicht. Seit fast zehn Jahren arbeitet die Ayurveda-Ärztin in ihrer eigenen Praxis in Düsseldorf und einer steht dabei immer im Mittelpunkt: der Patient als Ganzes. „Deshalb mache ich am Anfang immer eine sehr ausführliche Anamnese. Ich möchte wissen, wo steht der Patient, in welchen Symptomen äußert sich die Krankheit, aber auch: wie lebt er und wie viel Stress hat er?“ Grundlage bei jeder Diagnose sind für die Heilpraktikerin Petra Lötschert die Doshas: „Es gibt zehn verschiedene    > weiter

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